Game of Gold [Shelby Mahurin]

INHALT

Niemand darf erfahren, dass Lou eine Hexe ist. Denn sie will weder auf dem Scheiterhaufen enden noch auf dem Opferalter der mächtigen Weißen Hexe, die sie sucht. Um sich im wahrsten Sinne des Wortes unsichtbar machen zu können, stiehlt Lou einen magischen Ring. Leider wird sie dabei ausgerechnet vom Hexenjäger Reid entdeckt. Zwar gelingt es ihr, ihre wahre Identität vor ihm zu verbergen, aber entkommen kann sie ihm nicht. Denn der Erzbischof befiehlt den beiden, zu heiraten. Plötzlich findet sich Lou als Frau eines Hexenjägers wieder, dem sie zudem gegen ihren Willen immer näher kommt …
[Quelle: Dragonfly Verlag]

„Unsere Taten spiegeln unser Herz wider.“

S. 176

DIE (wichtigsten) CHARAKTERE

Lou ist eine Hexe, eine Dame Blanche, und schlägt sich seit zwei Jahren als Diebin durch. Sie ist frech, stur, aufbrausend und manchmal sogar vulgär. Sie will sich keinem Mann unterwerfen, ist deshalb sehr selbstständig und flieht vor ihrer Vergangenheit.

Reid ist sehr gläubig und hat sein Leben der Kirche und der jagt nach Hexen gewidmet. Er gehört zu den eher schweigsamen, fast schüchternen, Menschen und blüht nur in seiner Rolle als Chasseur richtig auf. Für Reid ist die Welt schwarz/weiß, was für ihn bedeutet, dass Hexen böse sind und Chasseure gut.

Coco ist Lou´s beste Freundin und ebenfalls eine Hexe, eine Dame Rouge (Bluthexe). Ihr Körper ist von Narben übersäht, doch Coco ist trotzdem eine Schönheit und flirtet gerne. Sie ist sarkastisch, frech und würde für Lou alles tun.

Ansel ist ein Novize und will auch Chasseur werden. Er ist jung, neugierig und liebenswert. Anders als die anderen Chasseure ist Ansel noch nicht so geblendet und deshalb toleranter, was die Meinung über Hexen angeht. Lou betrachtet er bald als seine Freundin und schwärmt für Coco.

„Dieser Weg war eine Sackgasse, ihn weiterzugehen war töricht. Doch dieses Wissen hinderte mein Herz weder daran, in seiner Nähe zu rasen, noch trübte es den Funken Hoffnung, der in mir glomm. Die Hoffnung, unsere Geschichte könnte vielleicht doch zu einem anderen Ende führen.“

S. 260

MEINE MEINUNG

Eine Hexe heiratet einen Hexenjäger: Eigentlich eine ziemlich coole Idee mit viel Potential. Wenn man sie nur richtig umsetzen würde …
Leider hatte ich schon am Anfang Probleme mit den beiden Hauptprotagonisten und wurde einfach nicht warm mit ihnen. Lou ist zwar cool und taff, aber sie ist leider auch bockig und vulgär. Mal mochte ich sie, mal ging sie mir auf die Nerven. Bei Reid war es ähnlich, denn für mich schwankt er zwischen dem bibelfesten Langweiler, der nicht von seiner Intoleranz abzubringen ist, und dem verknallten Kerl, der sich gleichzeitig über seine Angebetete ärgert und ihre Nähe sucht. Die beiden passen meiner Meinung nach überhaupt nicht zusammen, was grundsätzlich ja ein toller Konflikt ist, aber eben leider in romantischer Hinsicht schwierig ist. Für mich war die Romanze deshalb unglaubwürdig, denn die Gefühle kamen bei mir nicht an. Hier fehlte mir die Dynamik zwischen den beiden.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen, auch wenn ich finde, dass beim Wordbuilding noch Luft nach oben ist. Manche Formulierungen fand ich ungut gewählt, was aber auch an der Übersetzung liegen kann. Schade fand ich, dass die Magie so wenig erklärt wurde. Man erfährt zwar den Unterschied zwischen den weißen Hexen und den Bluthexen, aber wie genau die Sache mit diesen Goldfäden funktioniert und warum das für jede Hexe anders ist, wurde mir zu wenig erläutert. Ebenso die Sache mit dem Zauber von Lou´s Mutter und die Opferung. Hier hätte ich mir etwas mehr Background gewünscht.
Obwohl ich anfangs schwer in die Handlung hineingefunden habe, trieb mich der hohe Spannungsbogen durch das Buch. Das letzte Drittel flog ich quasi durch die Seiten, was u.a. an den vielen Enthüllungen und den Kämpfen lag. Trotzdem fehlte mir das gewisse Etwas.

FAZIT

Leider hatte ich einige Probleme mit dem Buch. Erstens gefielen mir die Nebencharaktere besser als die Hauptprotagonisten. Meiner Meinung nach haben Coco, Ansel und sogar Jean Luc mehr Tiefe als Lou und Reid. Zweitens wurde mir einfach zu wenig erklärt. In diesem Buch geht es um Magie und ich weiß immer noch nicht, was es mit den goldenen Fäden auf sich hat, die Lou ständig sieht. Zudem fand ich, dass die Geschichte zu wenig Handlung hat. In der ersten Hälfte geht es nur darum, dass Reid alle Hexen für böse hält und Lou nicht auffliegen möchte. Erst in der zweiten Hälfte erkennt man, worauf das Buch hinausläuft. Es wird richtig spannend und endet mit einer neuen Enthüllung, die wohl neugierig auf den zweiten Band machen soll.
Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen.

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