Rebellion – Schattensturm [Jennifer L. Armentrout]

INHALT

Evies erste Begegnung mit Luc hat ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Endlich kennt sie die Wahrheit über ihre eigene Identität. Ihre Erinnerungen sind dadurch allerdings nicht zurückgekommen; ihr fehlen ganze Monate. Evie muss herausfinden, wer sie wirklich ist – und wer sie war. Doch jeder neue Hinweis wirft nur weitere Fragen auf. Während ihrer Suche kommen sie und Luc sich immer näher. Aber fühlt er sich wirklich zu Evie hingezogen – oder nur zur Erinnerung an ein Mädchen, das nicht mehr existiert?
[Quelle: Carlsen Verlag]

„Du bist der brennende Schatten und er ist der dunkelste Stern und zusammen werdet ihr die hellste Nacht hervorbringen.“

S. 541

EVIE & LUC

Evie Dasher:
Nach den Ereignissen im ersten Band schwankt Evie nun zwischen ihren Identitäten. Ist sie immer noch Evie, ein normales Mädchen mit normalen Zielen oder ist sie Nadia, das Mädchen, an das sie sich nicht erinnert? Sie ist unsicher, auch was die Beziehung zu Luc angeht. Denn auch wenn Evie weiß, dass sie ihn gern hat, ist sie sich nicht sicher, ob Luc wirklich sie mag oder ob er an der Erinnerung an Nadia festhält.
Evies hat sich im zweiten Band weiterentwickelt. Sie ist stärker, mutiger und entschlossener. Sie sucht nach der Wahrheit und nach ihrer Vergangenheit.

Luc:
Auch Luc hat sich im zweiten Band weiterentwickelt. Obwohl er immer noch der sarkastische, lustige, selbstsichere und überhebliche Kerl ist, sticht nun auch seine emotionale Seite weiter hervor. Er leidet unter Evies Gedächtnisverlust und gibt sich selbst die Schuld an den Ereignissen. Luc weiß, dass seine „Selbstsucht“ der Grund dafür war, dass Evie durch Deadalus leiden musste. Er konnte sich einfach nicht vorstellen in einer Welt zu leben, in der sie nicht mehr existiert. Um ihre Unsicherheit zu vertreiben versucht er ihr klar zu machen, dass sie weder Evie noch Nadia sein muss: Für Luc ist sie einfach Peaches.

„Ich weiß, dass ich ihn dafür mag, wer er ist, er aber mag mich dafür, wer ich war.

S. 214

MEINE MEINUNG

Die Lux-Reihe gehört zu meinen absoluten Lieblingsreihen und zu den Büchern, die ich immer wieder lesen kann. Somit war auch klar, dass ich das Spin-off dazu mögen würde. Luc gehörte bereits in der Hauptreihe zu meinen Lieblingen und ist neben Daemon mein liebster übernatürlicher Bad Boy. Die beiden lieben einfach mit ihrem gesamten Sein und würden alles für ihre Auserwählte tun. Dabei könnte selbst die Welt hinter ihnen untergehen, es wäre ihnen egal. Trotzdem muss ich zugeben, dass das Spin-off für mich nicht mit der Hauptreihe mithalten kann.

Rebellion setzt dort an, wo Revenge endete. Wir steigen somit nahtlos wieder in die Handlung ein und erleben die Nachwirkungen von Micahs Angriff auf Evie. Sie hat Alpträume und hadert mit ihrer Identität, nun da das große Geheimnis gelüftet wurde. Sie weiß nicht, wer sie wirklich ist oder wer sie sein möchte. Zugleich ist sie sich unsicher, ob Luc sie um ihrer selbst willen mag oder ob er an Nadia festhält. Hinzu kommen die Spannungen mit ihrer „Mutter“ und eine mysteriöse Grippewelle, die für viele Menschen tödlich endet. Anstatt einige Fragen zu beantworten, produziert dieser zweite Teil eine ganze Menge neue Fragezeichen. Es gibt zahlreiche Verluste, neue Erkenntnisse und noch mehr Drama.
Ich weiß nicht, ob ich inzwischen zu alt für so viel Drama bin oder ob ich mich mit diesen Teenie-Dramen einfach nicht mehr identifizieren kann, aber ab der Hälfte des Buches kam mir alles einfach too much vor.
Zu viele Probleme
Zu viele Fragen
Zu viele Dramen

Einzig die Beziehung zwischen Evie und Luc ließ mich weiterlesen, denn hier spürte man auf jeder Seite die Emotionen. Die beiden funktionieren einfach zusammen und ihre Verbindung ist so schön! Luc wird in Evies Gegenwart zum Softie, was nicht nur süß sondern auch saukomisch ist. Seine miesen Anmachsprüche und die verrückten Überraschungen brachten mich mehr als einmal zum Lachen.
Auch das Wiedersehen mit Daemon, Dawson, Katy, Dee und Co. war toll! Sie gemeinsam mit ihrem Familien zu erleben fühlte sich an, wie nach Hause zu kommen. Außerdem liebe ich die Streit-Gespräche zwischen Luc und Daemon. Die beiden führen eine einzigartige Bromance, auch wenn sie es nicht zugeben werden.

Die neue Spezies, die dieser Band einführt, ist sehr interessant und war neben Luc und Evie der Hauptgrund, warum ich das Buch beendet habe. Jennifer L. Armentrout versteht es einfach, etwas logisch zu erklären und ist eine der wenigen Autorinnen, die selbst eine Alien-Gattung in einen zeitaktuellen Bezug setzen kann. Sie bearbeitet Themen wie Diskriminierung, Ausgrenzung, Angst vor dem Unbekannten und Politik zusammen mit Alien-Experimenten und medizinischen Versuchen.

FAZIT

Eine etwas langatmige Fortsetzung, die für mich gerne 100 Seiten weniger hätte haben können. Es gibt viele neue Erkenntnisse und Dramen. Neue Fragen werden aufgeworfen und eine neue Spezies wird eingeführt. Das Wiedersehen mit bekannten Charakteren hat mir gut gefallen und die Beziehung zwischen Evie und Luc nimmt heftig an Fahrt auf. Die Emotionen waren deutlich spürbar und die Konflikte logisch und verständlich. Dennoch kann das Buch für mich nicht mit der Hauptreihe mithalten. Für mich leider zu viel Drama, wodurch unnötige Längen entstanden.

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