BOOKTALK: BUCHPÄRCHEN

Hey, Bookies!

Neben Handlung, Setting und Schreibstil hängt es auch immer von den jeweiligen Charakteren ab, ob und wie sehr mir ein Buch gefallen hat. Finde ich die Protagonisten langweilig oder sogar nervig, gefällt mir die Entwicklung nicht oder besitzen die Figuren keine Tiefe, dann hat das Buch bei mir keine Chance – Noch weniger, wenn das Pairing nicht stimmt.

Denn wer liebt es nicht: Das fast unangebrachte Mitfiebern mit zwei Menschen, die ganz offensichtlich zusammengehören. Besonders in Büchern ist das Herantasten und Kennenlernen der Protagonisten oft sehr intensiv und führt zu Bauchkribbeln und Herzrasen.

Ein gutes Pairing zu kreieren ist jedoch nicht leicht. Es darf nicht kitschig, muss aber romantisch sein. Ein Spannungsbogen ist Pflicht, dabei sollte aber auch nicht übertrieben werden. Das Paar braucht Zeit, um sich kennenzulernen, es soll sich aber nicht in die Länge ziehen. Es darf Hürden geben, aber kein ewiges Hin und Her.
Wie ihr seht, ist es wirklich nicht leicht, mein kritisches Herz zum Rasen zu bringen, trotzdem haben es vier Pairings geschafft, sich für meine kleine und bescheidene Liste zu qualifizieren:

– Jace & Clary [City of Bones]
– Daemon & Katy [Obsidian]
Rhysand & Feyre [Das Reich der sieben Höfe]
Rowan & Aelin [Throne of Glass]


Übrigens kann dieser Beitrag SPOILER enthalten! Also bitte lest ihn nur, wenn ihr die Bücher zu den Pairings bereits kennt.

CITY OF BONES – JACE & CLARY

„Jedes Mal, wenn du beinahe stirbst, sterbe ich mit dir.“

An Clary und Jace mag ich besonders die Entwicklung ihrer Beziehung. Als die beiden im ersten Band aufeinandertreffen, sprühen die Funken. Jace ist ein sarkastischer, vorlauter Bengel und Clary verfällt seinem zweifelhaften Charakter ziemlich schnell (genau wie ich). Er ist einer dieser männlichen Protagonisten, die sich schwer damit tun, Gefühle zuzulassen, sich dann aber Hals über Kopf verlieben. Als sich dann herausstellt, dass seine Auserwählte seine Schwester sein soll, ist das natürlich ein Schlag ins Gesicht.
Dieser Plottwist mit „Geschwister/keine Geschwister“ hat mir total gut gefallen (und mich beim ersten Lesen total schockiert). Ich habe so mitgelitten mit Clary und Jace und mir gewünscht, dass sich schnell eine Lösung zeigt. Diese kam natürlich nicht so bald, was die Faszination beim Lesen hoch gehalten hat.
FAZIT: Spannender Konflikt und heißer Bad Boy

DAEMON & KATY – OBSIDIAN

„Ich würde die Welt niederbrennen, um sie zu retten.“

In der Obsidian-Reihe war es hauptsächlich Daemon, der mich überzeugt hat. Zwar mochte ich Katy (sie ist schließlich ein Buchnerd), aber in den Büchern fieberte ich meist mit dem grünäugigen Schatz in ihrer Nachbarschaft mit. Daemon ist ironisch, sieht gut aus, liebt seine Schwester und kann manchmal (oder fast immer) ein Arsch sein. Er hat eine kalte – bitterschöne – Fassade, durch die er nicht jeden Blicken lässt. Um die Seinen zu schützen, tut er alles und ist sogar grausam zu Katy, obwohl er sie anziehend findet.
Katy lässt sich das schlechte Verhalten ihres Nachbarn natürlich nicht gefallen und schlägt verbal zurück. Das ist eine Eigenschaft, die ich sehr schätze. Man muss sich schließlich nicht alles gefallen lassen, nur weil der Typ gut aussieht.
Das Pairing mochte ich auch aufgrund der „kulturellen“ Belastung. Dass die beiden völlig verschiedenen Spezies angehören macht es nicht leicht, eine stabile Beziehung aufzubauen. Trotzdem stellen sie sich allen Schwierigkeiten und dem politischen und familiären Druck.
FAZIT: Viel Bauchkribbeln und Herzflattern

RHYSAND & FEYRE – DAS REICH DER SIEBEN HÖFE

„Auf die Sterne, die zuhören und auf die Träume, die wahr werden.“

An Rhys und Feyre mochte ich die Dynamik ihrer Beziehung. Schon im ersten Band, als Feyre noch mit Tamlin zusammen war und ihr Leben für ihn und ihre Beziehung riskierte, spürte ich die Verbindung zwischen ihr und Rhysand. Obwohl er anfangs noch der Feind zu sein schien, mochte ich ihn sofort. Ich wusste einfach, dass er ein Charakter mit Tiefe ist. Und wow! Wie viel Tiefe dieser Mann hat zeigt sich erst im zweiten Band!
Feyre und Rhysand passen einfach perfekt zusammen. Sie unterstützen sich, geben sich aber Freiraum. Sie lieben sich, sind aber nicht kitschig. Sie kämpfen mit- und füreinander. Für ihr Land, ihre Freunde und ihre Familie.
FAZIT: tolle Charaktere mit viel Tiefe und eine märchenhafte Liebesgeschichte

ROWAN & AELIN – THRONE OF GLASS

„Komme, was wolle.“

Bis Rowan und Aelin aufeinandertreffen dauert es eine Weile, doch sofort spürt man, dass hier etwas Großes passieren wird. Ihre Beziehung ist intensiv und mächtig und passt somit zu den Charakteren.
Beide haben seelische und körperliche Narben aus ihren letzten Beziehungen davongetragen und tun sich schwer damit, sich wieder auf jemand Neues einzulassen. Mit dem anbahnenden Krieg im Hintergrund und Aelins steigender Kraft, ihrer fehlenden Selbstbeherrschung und Rowans mega Selbstbeherrschung erhält man eine wahnsinnig tolle und spannende Geschichte.
FAZIT: herzzerreißende Lovestory und Charaktere mit viel Tiefe

EIN WORT ZUM ABSCHLUSS

Das waren sie also: Mein Top 4 Pairings.
Wie ihr vielleicht gemerkt habt, lassen sich alle dem Jugend-Fantasy-Bereich zuordnen. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, dass gerade dieses Genre voller liebenswerter und dynamischer Pärchen ist. Wahrscheinlich, weil in Jugendbüchern meist die anbahnende Lovestory ein treibender Faktor der Handlung ist und es neben den klassischen Teenagerproblemen noch übernatürliche Katastrophen zu bekämpfen gibt. Wer sich neben Monstern, Wesen, Kriegen oder anderen Bedrohungen noch verlieben kann, der verdient wohl die Bezeichnung „Favorite Book-Pairing“.

WER GEHÖRT ZU EUREN LIEBSTEN BUCH-PAAREN?

Ein Kommentar zu „BOOKTALK: BUCHPÄRCHEN

  1. Susi und Strolch, allein schon wegen der unschlagbaren Spaghettiszene. Die natürlich Hunde nicht hinbekommen würden. Aber gut, das war ein Film. Bambi und Feline haben im Buch wesentlich mehr Zeit füreinander, als im sehr verfremdeten Disney – Film.
    Fallen mir nur Tiere ein? Sieht gerade so aus. Seit ich die Menschen kenne… nein, eben, ich kenne sie nicht. Und glaube nicht mal im Buch an das schicksalshafte wenn zwei zusammengehören.
    Denn wie kämen sonst die ganzen tollen Dreierkonstellationen zustande, Menelaos – Helena, Paris oder gar noch erweitert Krimhild – Siegfried – Brundhilde – Gunther? Die Altvorderen waren da vorsichtig, selbst Tristan und Isolde waren ja so unzertrennlich wegen eines Liebestranks. Nachtigall und Lerche, oder wie man zu sagen pflegt Romeo und Julia? Vielleicht die beiden auf dem Dorfe.
    Der schönste Liebesroman, den ich kenne, ist jedenfalls Ungeduld des HErzens von Stefan Zweig.

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